Barkenfahrt auf dem Main 2018

Neuland haben die Ruderer des RHTC Rheine in zweierlei Hinsicht auf ihrer traditionellen Pfingstwanderfahrt erfahren. Erstmals war der Main Ziel der Wanderfahrt, und zweitens wurde nicht mit eigenen Booten gerudert, sondern mit der Barke „Churfranken“, die beim Ruderclub Miltenberg stationiert ist.

Die Barke bietet Platz für 10 Ruderer/-innen und maximal zwei 2 Steuerleuten. Die Ruderer sitzen nebeneinander und rudern mit Riemen. Die beiden Schlagleute geben zusammen den Takt vor, an dem sich die Ruderer dahinter zu halten haben. Zwischen den Ruderplätzen ist ausreichend Stauraum für Getränke und Verpflegung, so dass einer gemütlichen Wanderfahrt nichts im Wege stand.

Gestartet wurde in Langenprozelten bei km 209,1 bei schönem sonnigen Wetter. Der Bootswart vom RC Miltenberg hat sein „Baby“ mit dem Slipwagen zu Wasser gelassen, und nach kurzer Einweisung konnte es losgehen. Der erste Tag eignete sich mit 26 km Strecke und einer Staustufe gut fürs Eingewöhnen. Vorbei ging es an bewaldeten Ufern entlang des Spessarts, begleitet von vielen Kanada- und Nilgänsen, die gerade ihren Jungen die ersten Schwimmversuche beibrachten. Endpunkt war die kleinste Stadt Bayerns, Rothenfels, mit ihrer den Ort überragenden Burg.

Am zweiten Tag wurde Marktheidenfeld passiert, wo wir unser Quartier für die Pfingsttage aufgeschlagen hatten. Trotz Feiertage herrschte reger Berufsschifffahrtsbetrieb auf dem Main. Um längere Wartezeiten vor den Schleusen zu vermeiden, kam es darauf an, rechtzeitig die Schleusenwärter über den Schleusenwunsch zu informieren, damit wir hinter den talfahrenden Schiffen mit „durchrutschen“ konnten. Ziel des zweiten Tages war nach 33 km Wertheim, wo die Barke in der Tauber beim Motoryachtclub Wertheim festgemacht wurde.

Der dritte Tag führte uns entlang kleiner Ortschaften und herrlich auf den Bergen gelegenen Burgruinen. Das Rudern in der Barke war mittlerweile Routine, so dass schnell km um km zurückgelegt wurden. Verdienter Lohn war die Mittagspause im Biergarten, die für innere und äußere Abkühlung sorgte. Für die vorbeifahrenden Flusskreuzfahrer waren wir mit der Barke beliebtes Fotomotiv. Bei einem kühlen Glas Sekt lässt es sich auch bequem beobachten, wie sich die Ruderer abmühen und in der Hitze schwitzen. Trotzdem wollten wir nicht tauschen, denn groß ist der Stolz, nach 35 km das Ziel Miltenberg mit eigener Kraft erreicht zu haben. Und Ludwig Büttner vom RC Miltenberg war froh, dass er seine Barke wieder unbeschadet in Empfang nehmen konnte.


Saale 2017

An der Saale hellem Strande ...

Helle Strände waren an der Saale zwar weniger zu entdecken, jedoch hat sich der Fluss seit der Wende Anfang der 90er von einem einst durch die chemische Industrie belasteten stinkenden und schäumenden Gewässer zu einem Fluss mit zumindest guter Wasserqualität entwickelt. Aber da ja normalerweise auf und nicht im Wasser gerudert wird, stand einer Ruderwanderfahrt auf der Saale nichts im Wege.

Die traditionelle Pfingstwanderfahrt führt die Ruderer des RHTC Rheine diesmal nach Sachsen-Anhalt, wo in drei Tage eine Strecke von 90 km zurückgelegt wurde. Gestartet wurde in Bad Dürrenberg südlich von Halle (Saale), entlang den ehemaligen Chemie-Kombinaten von Leuna, an Merseburg vorbei, durch den Saaledurchbruch bei Halle und das malerische Saaletal entlang einiger Burgen bis nach Bernburg, der Partnerstadt von Rheine nahe der Mündung in die Elbe.

Vergleichbar mit der Ems fließt die Saale gemächlich dahin, jedoch unterbrochen durch viele Staustufen, die über die glücklicherweise automatisch geregelten Schleusen umfahren werden konnten. Übernachtet wurde in den Bootshäusern der Rudervereine in Halle und in Bernburg, die - wie viele Bootshäuser in Ostdeutschland - den Wasserwanderern eigene Schlaf- und Gasträume anbieten können. Und dank der Wetter-App fand das Rudern bei insgesamt durchwachsenem Wetter auch meist bei Sonne statt. 


Plaue 2016

Ruderer des RHTC trotzten Wind und Wellen

Ruderer auf Entdeckungsfahrt rund um Brandenburg

Die diesjährige Pfingstwanderfahrt führte die Ruderer des RHTC Rheine in die Stadt Brandenburg, wo eine Woche zuvor noch die Rudereuropameisterschaften ausgetragen wurden. Wer die Wettkämpfe bei starkem Wind und hohen Wellen gesehen hat, kann sich ungefähr vorstellen, wie es den Wanderruderern ergangen ist.

Während am Freitag noch Sonne vorherrschte, änderte sich am Samstag am ersten Rudertag das Wetter und es wurde kühler und windig. Die erste Tour führte vom Basislager in Plaue über den Plauer See und die Havel hinauf zur Stadt Brandenburg. Profitierte man im Hinweg noch vom kräftigen Schiebewind, war die Rückfahrt über den See dagegen von starken Seiten- und Gegenwind mit hohen Wellen geprägt, wo so manche Welle auch über Bord schwappte. Folglich kam es dazu, dass streckenweise zwei im Boot mit rudern und zwei mit Wasser schöpfen beschäftigt waren. Auch die weit in den See hinausragenden Fischreusen zwangen immer wieder zu kleinen Umfahrten.

Am zweiten Tag wurde das vermeintlich bessere Wetter am Morgen genutzt und noch vor dem Frühstück eine Ruderrunde gedreht. Dies kam schon fast einer vogelkundlichen Führung gleich, in den angrenzenden Schilfgürtel zwitscherten fleißig Rohrdommeln, zudem wimmelte es von Schwänen, Reihern und Gänsen. Nachmittags war dann für einen Teil der Gruppe Sightseeing in Brandenburg und im Industriemuseum angesagt, während sich ein paar  Daheimgebliebene schon um die Abendverpflegung kümmerten. Da die RHTCer die einzigen Gäste in der Pension waren, wurde die Küche komplett vom RHTC in Beschlag genommen und für das Essen selbst gesorgt.

Der dritte Tag führte die Ruderer von Plaue die Havel abwärts bis nach Rathenow. Die ständig wechselnde Flussrichtung hat auch hier immer wieder zu geänderten Windverhältnissen geführt, so dass alle froh waren, als die geschwungene Fußgängerbrücke in Rathenow, die zur Bundesgartenschau im letzten Jahr errichtet wurde, erreicht war, hinter dem der Ruderclub sein Gelände hat. Insgesamt wurden 75 Km an den drei Tagen errudert, aber das Wasserrevier in Brandenburg bietet noch so viele Möglichkeiten, dass alle sicher wieder hinfahren werden.

Zum YouTube-Video made by Valeria


Friesland 2015

Ruderer in Friesland auf den Spuren der Elf-Städte-Tour

Elf Städte schafften die Ruderer des RHTC Rheine auf ihrer traditionellen Pfingstwanderfahrt zwar nicht ganz; dafür durchkreuzten sie in Ruhe an drei Tagen das schier endlose Wassersportrevier von Friesland. Bei trockenem, aber windig und kühlem Wetter wurden insgesamt 82 km zurückgelegt.

Am ersten Tag ging es von Akkrum in den Nationalpark De Alde Feanen, ein prächtiges Flachmoorgebiet mit mehr als hundert verschiedenen Brutvögeln und gut vierhundert Pflanzenarten.  Der zweite Tag hatte für die Ruderer und insbesondere für die Steuerleute viele Herausforderungen parat: Kanäle mit tuckernden Motorbooten, kleine Seen mit kreuzenden Segelschiffen und vom Wind aufgewühlte Wellen, schmale Grachten mit vielen Engstellen und zu guter Letzt ein Wirrwarr von Booten vor dem Waterpoort, dem Wahrzeichen von Sneek. Am dritten Tag ging es durch das typisch friesische Flachland vorbei an Windmühlen, Klappbrücken und kleinen Örtchen nach Bolsward, das an diesem Tag Start- und Zielort für 16.000 Radfahrer war, die die gesamte Elf-Städte-Route über rund 200 Km an einem Tag absolvierten.

Die Tage haben Lust auf den echten Elf-Städte-Rudermarathon gemacht, eine 24-Stunden-Regatta, die jedes Jahr am Christi-Himmelfahrts-Wochenende in Leeuwarden stattfindet.

Ruderabteilung im

Ruder-, Hockey-, Tanzsport-Club

Rheine von 1901 e.V.

Die Strecke von Greven nach Rheine hat sich um zwei Kilometer verlängert (siehe Zeitungsbericht der MV vom 11.08.2018). Wie schon bei der letzten Ruderfahrt von Greven abwärts Ende Juni bemerkt, sind zwischen Hembergen und Saerbeck bereits streckenweise seichte Stellen mit teilweisen Steinwällen im Emsverlauf. Bei dem naturierten Stück hat man es wohl sehr ernst genommen mit der Renaturierung: Mit dem Ruderboot ist es aufgrund von querliegenden Bäumen derzeit nicht befahrbar. Ein Umtragen an der...

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